! Emergency Fundraising für Uganda !

Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe, es geht Euch allen gut und Ihr seid gesund!

Mittlerweile ist die Coronakrise auch hier in Uganda angekommen und aus gegebenen Anlass haben wir aktuellen Freiwilligen uns entschieden, eine kurzfristige Emergency Fundraising Aktion zu starten.

Die aktuelle Situation in Uganda

In Uganda gibt es noch keinen bestätigten Fall von Covid-19, dennoch verhängte die Regierung bereits jetzt umfangreiche Maßnahmen und Bestimmungen, um die Verbreitung des Virus in Uganda zu verhindern. Neben den strikten Einreisebestimmungen, sind ab heute weitere umfangreiche Maßnahmen in Kraft getreten, die die lokale Bevölkerung stark beeinflussen. Ab heute werden alle Schulen, Kirchen und öffentlichen Einrichtungen in Uganda für vorerst 30 Tage geschlossen.

Die Lage der UVCO Waisen- und Straßenkinder durch die Covid-19 Maßnahmen

Diese Maßnahmen haben hier viel größere Auswirkungen als in Deutschland. Die meisten Schulen in Uganda sind Internate und damit sind sie nicht nur ein Ort zum Lernen, sondern auch das Zuhause vieler Kinder. ‚Unsere Schule‘ (also jene, die von der Organisation meiner Gastmutter betrieben wird) ist eine Schule für Waisen- und Straßenkinder. Fast keine*r der 300 Schüler*innen hat noch Eltern oder eine Familie, die sich um sie kümmern können. In den Schulferien leben die meisten Kinder bei sogenannten Caretaker-Familien, also Pflegefamilien. Die Kinder, die keine Pflegefamilie haben, leben im Heim. Viele dieser Caretaker Familien nehmen die Kinder zwar auf und kümmern sich um sie, haben aber eigentlich selbst wenig Geld. Auf diese neue Situation waren die Caretaker Familien nicht vorbereitet. Sie haben die Kinder zu diesem Zeitpunkt nicht erwartet. Glücklichweise konnten wir die meisten Pflegefamilien erreichen und überzeugen, die Kinder vorerst aufzunehmen. Zusätzlich konnten kurzfristig neue Caretaker für jene Kinder gefunden werden, deren eigentliche Caretaker sie nicht aufnehmen wollten. Nun stellt sich uns allen aber die Frage, wie lange die Caretaker die Kinder beherbergen werden, denn auch hier spitzt sich die Lage zu. Bereits jetzt sagen viele Familen, dass sie die Kinder ja aufnehmen würden, aber kein Geld haben und nicht sicherstellen können, dass die Kinder ausreichend versorgt sind. Wenn man davon ausgeht, dass das öffentliche Leben in den nächsten Wochen noch weiter eingeschränkt wird und viele Leute nicht mehr arbeiten können, wird sich auch die Situation der Kinder in den Familien stark verschlechtern. Die wenigsten Menschen hier haben Rücklagen und könnten sich selbstständig zu Hause ohne Einkommen versorgen.

Hinzu kommen noch jene Kinder, die gar keinen Caretaker haben. Sie leben in den Ferien normalerweise im Heim, allerdings muss einerseits dieses bezahlt werden und andererseits können durch die neuen Bestimmungen der Regierung lediglich 10 Kinder ins Heim, die anderen müssen anders unterkommen. Für heute wird unsere Gastmutter sie wohl erstmal zu uns nach Hause nehmen, aber das ist keine dauerhafte Lösung.

Die Situation vor Ort ist sehr kritisch. Noch nie wurden die Schulen geschlossen und diese Maßnahme ist völlig planlos und kurzfristig verhängt worden. Uganda ist kein Sozialstaat und die Versorgung der Bevölkerung nicht gesichert.

Wir Freiwilligen und auch die Leute vor Ort sind momentan sehr besorgt. Wir wissen nicht, wie die nächsten Wochen aussehen werden und ob die Versorgung unserer Kinder gesichert ist.

Viele Caretaker wollen ihren Pflegekindern gern helfen, aber haben selbst kein Geld, um die Kinder zu ernähren. Auch für die Kinder ohne Pflegefamilien würden sich Lösungen finden, aber nicht ohne Geld. Deshalb haben wir diese kurzfristige Emergency Fundraising Aktion gestartet. Wir wissen, dass schon kleine Beträge in Uganda von großem Wert sind und wir wollen alles versuchen, um den Kindern und Menschen vor Ort zu helfen. Der Virus wird von reichen Weißen eingeschleppt, die jetzt alle nach und nach evakuiert werden und die lokale Bevölkerung allein lassen. Wir können nicht viel machen, aber wir wollen wenigstens alles versuchen, was wir können, um den Menschen vor Ort in dieser schwierigen Zeit zu helfen. Schon kleine Beträge können hier viel bewirken und wir hoffen sehr, dass keines unserer Kinder in den nächsten Wochen hungern muss oder anderem Leid ausgesetzt wird.

Wie könnt Ihr helfen?

Viele von Euch wissen es schon, aber auch wir Freiwilligen werden in den kommenden Tagen gegen unseren Willen evakuiert. Ich würde um alles in der Welt gern hierbleiben, aber die Bundesregierung hat beschlossen, dass alle Freiwilligen weltweit so schnell wie möglich aus ihren Einsatzländern ausgeflogen werden. Für mich bedeutet das, dass ich nur noch bis Montagabend in Uganda sein kann. (weitere Infos folgen bald)

Wenn jemand von Euch gern Geld spenden möchte und keine Spendenbescheinigung benötigt, dann wäre es der beste Weg, wenn Ihr mir Eure Spende direkt auf mein Konto überweisen könnt. Dann kann ich das Geld gleich abheben und direkt meiner Gastmutter geben, die die Spenden vor Ort verwaltet. Dies ist der schnellste und einfachste Weg, allerdings ist dies natürlich kein offizieller Weg, sprich Ihr tätig damit keine offizielle Spende. Falls Ihr keine Spendenbescheinigung benötigt und mir das Geld direkt überweisen wollt, dann schreibt mir bitte bis spätestens Montagmorgen eine Email an julia-faber@gmx.de oder alternativ über WhatsApp. Bitte nicht an das Konto der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. überweisen!! Das ist nicht mein privates Konto, sondern mein Spendenkonto von den Freunden für meinen Freiwilligendienst. Schreibt mir einfach, dann teile ich euch meinen Bankverbindung mit!

Wenn Ihr gern eine Spendenbescheinigung haben möchtet, dann könnt ihr das Geld an die UVCO (Uplift and Vulnerable Children and Orphans Organization Masaka) überweisen. Dies ist die Organisation, die die Waisen und Straßenkinder betreut. Ihr Sitz auf deutscher Seite ist in Regensburg. Dort wird gerade auf Hochtouren gearbeitet und Eure Spenden weitergeleitet. Schreibt dort bei Eurer Spende bitte in den Betreff, dass es sich um Soforthilfe aufgrund der aktuellen Schulschließung handelt.

Die Kontodaten der UVCO sowie weitere Infos zu der Organisation findet Ihr hier: https://uvco.de/spendenkonto/

Achtung! Update (Stand 27.03.2020): Ab sofort möchten wir darum bitten, alle Überweisungen ausschließlich an die UVCO zu tätigen. Da wir Freiwilligen mittlerweile nicht mehr in Uganda sind, können wir die Spenden auch nicht mehr direkt unserer Gastmutter zukommen lassen. Für alle Spenden, die in den letzten Tagen noch eingegangen sind, werden wir eine gesammelte Überweisung an unsere Gastmutter tätigen, danach möchten wir aber bitten, die Spenden an die UVCO zu überweisen. Ihr könnt uns natürlich trotzdem schreiben und informieren, wenn Ihr für die Kinder in Uganda spenden möchtet oder Fragen zur aktuellen Lage vor Ort habt (meine Mailadresse: julia-faber@gmx.de). Wir möchten Euch außerdem auch weiterhin darüber informieren, was mit Euren Spenden in Uganda passiert und Euch Fotos zukommen lassen, daher freuen wir uns über Eure Mail.

Vielen Dank!

Wir möchten uns schon im Vorraus für Eure Hilfe bedanken! Wir werden Euch natürlich über alle neuen Entwicklungen informieren und auf dem neusten Stand halten.

Alles Gute und viel Gesundheit,

Eure Julia, Annika und die anderen Freiwilligen

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